OPUS – Deutscher Bühnenpreis 2005 an Martin Mayer
Auf der Prolight + Sound 2005 in Frankfurt wurde Martin Mayer (Mister Master) am 7. April 2005 mit dem "OPUS – Deutscher Bühnenpreis" in der Kategorie "Sound-Design" ausgezeichnet.
Den Ehrenpreis erhielt Martin Mayer für das Sound-Design der 5.1 Open-Air-Produktion von AIDA im Römersteinbruch im Rahmen der Opernfestspiele St. Margarethen.
Der Preis: Opus - Deutscher Bühnenpreis für technisch-gestalterische Leistungen in der Bühnenarbeit. Eintauchen und Miterleben: Bühnenbildner, Licht- und Sound-Designer, technische und kreative Planer setzen sich täglich mit der Frage auseinander, wie sie mit ihren Mitteln dazu beitragen können, das Kunstwerk als Erlebnis für das Publikum wirkungsvoll zu inszenieren. Dieser beruflichen Herausforderung ist der „Opus“ gewidmet. Die Auszeichnung geht auf die Initiative des Verbandes für Licht-, Ton- und Veranstaltungstechnik e.V. (VPLT) und des Europäischen Verbandes der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC) zurück und wird jährlich anlässlich der internationalen Fachmesse Prolight + Sound in Frankfurt am Main vergeben. Die Preisträger werden innerhalb eines Vorschlagsverfahrens in einen Kandidaten-Kreis erhoben. Hierzu und zur Auswahl der Preisträger im Rahmen einer Abstimmung beruft das Kuratorium jährlich eine Fachjury ein, der neben je einem Vertreter der beteiligten Initiator-Verbände auch Vertreter der Fachpresse, relevanter Redaktionen der Tagespresse und des Rundfunks sowie namhafte Branchenexperten angehören. In der Kategorie Sounddesign wird Tonmeister Martin Mayer mit einem Opus ausgezeichnet. Er erhält den Preis für die innovative Umsetzung neuer Technologie, Surround in Live- und Klassik-Produktionen der Opernfestspiele St. Margarethen 2004, insbesondere der Aida Aufführung in 5.1. Dem Steinbruch von St. Margarethen fehlt der Platz für einen Orchestergraben, so dass das Orchester an der Bühnenseite spielen muss, trotzdem gelang es Martin Mayer mit Mikrofonen den Live-Charakter der Veranstaltung zu erhalten. Diese Produktion liefere ein völlig neues Hörerlebnis, so die Jury.
Das Konzept: Der Linie der OFS St. Margarethen folgend, ein unvergessliches, fulminantes Erlebnis für alle Sinne zu bieten, stellt auch das Sound-Design des Festivals den Besucher in den Mittelpunkt. Den heutigen Hörgewohnheiten entsprechend - geprägt von neuen Technologien wie CD, DVD, Home-Cinema oder digitalem Kino-Ton - orientiert sich das Sound-Design stark an modernen Produktionsmethoden für diese Medien. Im Römersteinbruch St. Margarethen ist es gelungen, ein 5.1 Surround System für 4.250 Besucher zu installieren - eine einzigartige Umsetzung in diesen Dimensionen. Das Konzept basiert, wie von DVD oder Kino gewohnt, hauptsächlich auf drei gleichwertigen frontalen Beschallungssystemen Links – Center – Rechts und diskret angesteuerten Subwoofern. Zahlreiche Surround-Lautsprecher, die auf Masten seitlich und hinter dem Publikum positioniert sind, ersetzen die fehlende natürliche Akustik bei Open-Air-Veranstaltungen durch die Simulation der Reflexionen eines natürlichen Konzertsaales. Dies erweckt im Zuhörer die Illusion eines überdimensionalen Opernhauses unter freiem Himmel. Um auf der größten Naturbühne Europas eine rasche Ortung der Solisten, oft inmitten hunderter Chorsänger und Statisten, zu ermöglichen, wird dies mit digitaler Technologie unterstützt: mit Hilfe unterschiedlicher Verzögerung der Vokalsolisten auf den drei vorderen Lautsprechergruppen L – C – R kann jede Position auf der Bühne präzise geortet werden. Die größte Herausforderung bei der Realisierung war, diese Vorgaben für alle Zuseher, auf allen Plätzen zu erfüllen. Dass dies in St. Margarethen in beeindruckender Weise gelungen ist, zeigt die nunmehr verliehene Auszeichnung.
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